GRUNDSÄTZLICHE REGELN FÜR ALLE DEUTSCH-VARIANTEN

  1. Satzanfang, eigennamen und titel werden großgeschrieben, sonst alles klein. Manchmal ist esnicht ganz klar, ob ein wort ein eigenname oder nicht, ob es ein titel ist oder nicht, da muss der schreiber selber entscheiden.

  2. Das T verschwindet aus den wörtern "ist, jetzt, nicht": is, jetz, nich. 'Nichts' wird 'nix'geschrieben.

  3. Das ß wird durch SS ersetzt, nach langem vokal durch SZ. Die frau schoss auf seinen schosz.‚Dass‘ wird immer ‚das‘ geschrieben. Natürlich sind diphthonge keine langen vokale: man schreibt heissen, draussen, äussern.

  4. CHS wird X geschrieben, wenn der laut /ks/ is. Der fux wux mit dem lux in der büxe auf.

  5. Umgangssprachliche grammatik is erlaubt, das heisst, man kann auch schreiben: "Er hatgesagt, er is der beste."

  6. Fremdwörter müssen nich, dürfen aber eingedeutscht werden. Im fall von schwierigeinzudeutschenden wörtern, z.b. bei den englischen vokalen (happy, shirt) im allgemeinen oder bei den französischen nasalvokalen im besonderen, kann man so schreiben wie man es im deutschen ausspricht oder die sache im original belassen: heppi, häppi, happy, schört, shirt, kuseng, cousin. Was nich geht, sind mischformen wie ‚Kommuniqué‘. Entweder man schreibt es wie im original, Communiqué, oder deutsch, komunikee.

Viele deutsche glauben, das kurze englische A is ein kurzes E, also sprechen sie 'sad', 'said' (sed),

'sat' und 'set' als /sEt/ aus, alles gleich, aber erstens wird das D als /d/ und nich als /t/ ausgesprochen, und das englische kurze A is in England ein laut zwischen A und E, in den USA ungefähr ein langgezogenes Ä, also hääpi. Aber nie einfach ein kurzes E, nie 'heppi' - das würde man 'heppy' schreiben.

  1. Es gibt keine regeln mehr zur getrennt- oder zusammenschreibung. Man kann auto fahren,autofahren, rad fahren, radfahren schreiben. Im prinzip schreibt man weiter wie man schon immer geschrieben hat, aber man kann auch so schreiben, das es logischer oder schöner aussieht.

Natürlich kann man nich wörter aus verschiedenen grammatikanischen klasse zusammen schreiben, das heisst, man kann nich schreiben: Susiundich gehenheute abendspazieren. Das kompositum kann nur einer grammatikalischen klasse gehören, also 'holzhaus' is ein substantiv, und 'autofahren' is ein verb - man kann es so sehen. Man kann natürlich auch 'auto fahren' schreiben, dann is es ein substantiv und dann ein verb. Aber wenn 'gehen' ein verb is und 'heute' ein adverb, wird aus 'gehenheute' kein adverb.

  1. Es gibt keine kommaregeln mehr, man setzt die kommas nach gefühl, wie man es schon immer getan hat, aber ohne schlechtes gewissen.



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