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GRUNDSÄTZLICHE
REGELN FÜR ALLE DEUTSCH-VARIANTEN
Satzanfang,
eigennamen und titel werden großgeschrieben, sonst alles
klein. Manchmal ist esnicht ganz klar, ob ein wort ein eigenname
oder nicht, ob es ein titel ist oder nicht, da muss der
schreiber selber entscheiden.
Das
T verschwindet aus den wörtern "ist, jetzt, nicht":
is, jetz, nich. 'Nichts' wird 'nix'geschrieben.
Das
ß wird durch SS ersetzt, nach langem vokal durch SZ. Die
frau schoss auf seinen schosz.‚Dass‘ wird immer
‚das‘ geschrieben. Natürlich sind diphthonge
keine langen vokale: man schreibt heissen, draussen, äussern.
CHS
wird X geschrieben, wenn der laut /ks/ is. Der fux wux mit dem
lux in der büxe auf.
Umgangssprachliche
grammatik is erlaubt, das heisst, man kann auch schreiben: "Er
hatgesagt, er is der beste."
Fremdwörter
müssen nich, dürfen aber eingedeutscht werden. Im fall
von schwierigeinzudeutschenden wörtern, z.b. bei den
englischen vokalen (happy, shirt) im allgemeinen oder bei den
französischen nasalvokalen im besonderen, kann man so
schreiben wie man es im deutschen ausspricht oder die sache im
original belassen: heppi, häppi, happy, schört, shirt,
kuseng, cousin. Was nich geht, sind mischformen wie
‚Kommuniqué‘. Entweder man schreibt es wie im
original, Communiqué, oder deutsch, komunikee.
Viele
deutsche glauben, das kurze englische A is ein kurzes E, also
sprechen sie 'sad', 'said' (sed),
'sat'
und 'set' als /sEt/ aus, alles gleich, aber erstens wird das D
als /d/ und nich als /t/ ausgesprochen, und das englische kurze A
is in England ein laut zwischen A und E, in den USA ungefähr
ein langgezogenes Ä, also hääpi. Aber nie einfach
ein kurzes E, nie 'heppi' - das würde man 'heppy' schreiben.
Es
gibt keine regeln mehr zur getrennt- oder zusammenschreibung.
Man kann auto fahren,autofahren, rad fahren, radfahren
schreiben. Im prinzip schreibt man weiter wie man schon immer
geschrieben hat, aber man kann auch so schreiben, das es
logischer oder schöner aussieht.
Natürlich
kann man nich wörter aus verschiedenen grammatikanischen
klasse zusammen schreiben, das heisst, man kann nich schreiben:
Susiundich gehenheute abendspazieren. Das kompositum kann nur
einer grammatikalischen klasse gehören, also 'holzhaus' is
ein substantiv, und 'autofahren' is ein verb - man kann es so
sehen. Man kann natürlich auch 'auto fahren' schreiben, dann
is es ein substantiv und dann ein verb. Aber wenn 'gehen' ein
verb is und 'heute' ein adverb, wird aus 'gehenheute' kein
adverb.
Es
gibt keine kommaregeln mehr, man setzt die kommas nach gefühl,
wie man es schon immer getan hat, aber ohne schlechtes gewissen.
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